Oder: warum sich fihu gestern abend gefreut hat.
Also: Spielereien.
Diese Affinität für Spiele bringt wohl das Jungs- und das Informatikersein mit sich. Ich spiele aus Zeitgründen längst nicht mehr so viel, wie vor 10 Jahren noch, außerdem habe ich ja einen Mac und von daher eh nicht mehr die tollsten, neusten Spiele und noch außerdem habe ich mich dem Wahnwitz mit dem Computer-Hochrüsten entzogen (durch den Mac). Wenn Computerspiele, dann was einfaches, etwa per Emulator oder ein simples Puzzlespiel.
Deswegen spiele ich die komplexeren Spiele also am Fernseher ("Konsolenspiele"), was ich aber auch nicht mehr allzu häufig mache - jedenfalls gab es DA mal ein Spiel - gibts heute noch, gerade erst auf deutsch erschienen - das sich
Animal Crossingnennt. Dort lebt man als kleiner Wicht in einem Dorf und ... lebt einfach. Man kann jeden Tag was ordentliches unternehmen - das Spiel richtet sich nach der Uhr in der Konsole und wenn man morgens spielt, ist es Morgen und nachts eben Nacht. Und je nach Jahreszeit war das Wetter anders, andere Fische, Schmetterlinge usw flogen/schwammen herum und andere Feste wurden gefeiert. Alles in allem also ein Spiel, dass man das ganze Jahr spielen und immer was neues entdecken konnte.
Der Hauptpunkt dabei war allerdings die Kommunikation mit den Dorfbewohnern. Denen konnte man Briefe schreiben, sich mit ihnen direkt unterhalten oder Geschenke machen. Je nachdem, wie man sie behandelt, behandelten sie einen auch.
Dass Spiel ging allerdings noch weiter: jedes Dorf konnte 4 menschliche Spieler aufnehmen - zwar konnte nur einer zur Zeit spielen, aber die anderen Spieler wurden wie normale Bewohner behandelt. Man konnte ihnen Briefe schreiben und mit den anderen Dörflern über sie lästern. Man konnte seinen Müll vor ihr Haus werfen und ihre Obstbäume abernten.
Wer keine anderen Mitspieler für sein Dorf hatte, konnte auch sein gespeichertes Spiel mitnehmen und andere Spieler in ihrem Dorf besuchen (bei denen zuhause, auf deren Konsole). Dort konnte man dann z.B. Blumen- oder Obstsorten importieren oder den Einwohnern irgendwelchen Müll erzählen, mit dem sie dann den echten Besitzer das nächste Mal konfrontierten.
Alles in allem legte es Animal Crossing also vornehmlich auf die Kommunikation an. Das war einmal nicht grad einfach, weil man Briefe mit dem Steuerkreuz schreiben musste, was sehr sehr lästig ist. Außerdem hatte ich in meinem Fall keine Mitspieler, weswegen ich halt alleine gespielt habe, bis es mir zu langweilig wurde.
Nun.
Vor einiger Zeit habe ich mir uA für die längeren Zugfahrten einen
Nintendo DS geholt - der ist so ähnlich wie ein normaler Gameboy, hat aber 2 Bildschirme und einen Touchscreen zur Eingabe - kann also quasi eine normale Tastatur darstellen, bei der man dann mit einem Stift die Buchstaben antippt - immerhin einfacher als SMS schreiben. Das wäre doch nett fürs Briefe schreiben. Keine Sache, Animal Crossing kommt für den DS - soweit, so gut.
Zusätzlich hat Nintendo allerdings gestern angekündigt, dass man mit dem DS ihr erstes Onlinenetzwerk aufbauen möchte - erster Onlinetitel wird - Animal Crossing DS! Geil!
D.h. also, dass man wohl online andere Spieler treffen und deren Dörfer besuchen kann. Das ganze elendige Schilder malen und Briefe schreiben wird auch viel einfacher.
Bezahlen muss man wohl außer dem Preis fürs Spiel auch nichts - und der DS kann über WLAN online gehen.
Tolle Sache, ich freue mich auf jeden Fall drauf und wem das Spiel ein wenig komisch vorkommt: probierts einfach nicht, das macht süchtig.
Außerdem habe ich gestern abend noch Nachricht von Amazon bekommen, dass mein Zoo Keeper verschickt wurde, Hurra.
Ist aber noch nicht angekommen.